APAC Regional Proleague Finals – Tag 1

Auch wenn unser lieblings Casterduo Verdi und Agony die Matches nicht casten können, gibt es hier die Ergebnisse der APAC Finals.

Es treten jeweils zwei Teams aus Australien, Südost-Asien, Japan und Korea in einem einfachen Eleminierungssystem an. Die Matches sind wie üblich ein Best of 3 und sind auf Samstag und Sonntag verteilt.

Das erste Match ist NORA-Rengo gegen Mindfreak. Der Spielstil ist schnell und wirkt teilweise hektisch. Aber das Aim ist meistens on Point, manchmal allerdings auch auf den eigenen Mate – offensichtlich hat man noch leichte Probleme mit Nervösität. Die Verteidigungen variieren durchaus teilweise von den uns gewohnten. Aber auch die Angriffe sind teilweise überraschend, so hat Mindfreak einen unvergleichbaren Rush hingelegt. Auf Chalet ist Ash allen voran über Blue gerusht. Ash selber ist schnell gefallen, aber das gesamte Angreiferteam stand nun in Snowmobile Garage, konnte planten und absichern – sehr abenteuerlich und sehenswert. Die erste Map – Chalet – geht 5:2 an Mindfreak.

Die schnellen Attacken haben gegenüber dem langsamen und vorsichtigen Vorgehen in den anderen Regionen den deutlichen Vorteil, dass C4 und Smokes gebaitet werden können und man als Angreifer kein Problem mit der Zeit bekommt, wenn man den Plant zwei oder drei mal unterbrechen muss.

Mindfreak dominiert NORA-Rengo auch auf Bank. Auch hier sieht man eine Seltenheit: Ying mit Shotgun – resultiert ein einem 4K. Das Teamplay, die Koordination und auch die Strategien bei nR scheinen noch nicht voll ausgereift. Es wirkt ab und als wären sie sich nicht sicher, wie sie einen Angriff durchführen wollen. Aber beim ersten Matchpoint wacht NORA-Rengo scheinbar auf und holen sich vier Runden am Stück. Bemerkenswert ist, dass ihre Angriffe immer beinhalten über eine Minute lang zu versuchen den Plant durch zu bringen, bis die Defender all ihre Utility verwendet haben, während alle anderen Angreifer auf Kill gehen. Dieses kurz-vor-aus Gefühl scheint NORA-Rengo wachgerüttelt zu haben, sie holen sich Bank mit 6:5.

Oregon ist die dritte Map, nR behält das Momentum und sichert sich die erste Runde. Doch Mindfreak beendet die Serie und holt sich vier Runden am Stück. Sie haben nun mehrfach einen Ash-Rush versucht, kommt damit aber nicht durch. Teilweise fällt Ash noch bevor sie durch die erste Tür gerannt kommt. Wieder ist es der Matchpoint, der nR aufrüttelt. Sie wechseln auf äußert aggressives Gameplay. Mehrfach rennen sie raus, was ihnen auch wichtige Kills bringt. Aber den Run von Bank können sie nicht wiederholen – Mindfreak gewinnt die Map mit 5:2.

Mindfreak vs NORA-Rengo

5 : 2
5 : 6
5 : 2

Das zweite Match – Cryptik gegen eiNs. Es wird sehr aggressives Spiel ausgepackt. Es wird relativ viel gesprayt, sauberes Aim ist tatsächlich seltener zu sehen, als gewöhnlich in der Proleague. Die Strategien auf Oregon sind größtenteils Standard – Dorms wird inklusive Attic und Kitchen verteidigt und für Basement verbauen sich die Verteidiger mit Castle in Meeting ein. Die ersten Male, die man diese Verteidigung gesehen hat, konnte man die Castle-Tür von Lobby als Angreifer ignorieren und direkt auf Laundry spielen. Hier ist stehts ein Mira-Fenster, das jederzeit im Notfall geöffnet werden könnte. Das Match ist die meiste Zeit recht ausgeglichen, beim Mappoint für Cryptik beginnt eiNs mehrere Fehler zu machen, was sie die Runde kostet und für das Endergebnis 5:3 für Cryptik sorgt.

Aber eiNs lässt sich nicht entmutigen. Sie starten stark auf Bank und holen sich suverän die erste Runde. Nach abwechselnden Verteidigungen schaffen sie es auch als erstes eine Attack durch zu bringen. Mit aggressivem Vorgehen mussten die Verteidiger sehr früh die obere Etage aufgeben. Es wird deutlich weniger mit Kartoffeln geschmissen als auf der ersten Map. Man hält wesentlich saubere Winkel und macht genauere Picks. Cryptik ist definitiv besser in der Roamerjagd, in der sie sehr gut aber auch sorgfältig mit ihren Drohnen arbeiten. Aber eiNs schafft es in den richtigen Momenten ihr Aim auszupacken und holen sich die Firefights. Aber sie ihre Jagd auf Kills richtet sich gegen sie. Anstatt auf Plant zu spielen, versuchen sie den letzten On-Spot-Verteidiger zu bekommen, was sie nen Mappoint kostet. Cryptik nutzt das neu gewonnene Momentum und verlängert auf ihren Mappoint mit 5:4. Diese wichtige Runde beginnt eiNs mit einem zweifelhaften Ash-Push und endet im Verlust ihres Main-Fraggers. Sie schaffen es nicht sich zum Angriff aufzubauen. In den letzten Sekunden schaffen sie es, auf den Spot zu pushen, den Defuser zu legen und auch noch das letzte Quäntchen Glück zu nutzen, um die letzten Verteidiger zu holen. Die letzte mögliche Runde auf dieser Map und eiNs schafft es die wichtigen Gegner rauszunehmen und retten sich auf die dritte Map.

Die Decider-Map ist Kafe Dostoyevski. Unüblich für Kafe kommen die Angriffe durch. Beide Teams nutzen Ying, um durch das Skylight auf den Spot zu pushen. Ob das der Schlüssel zum Erfolg auf Kafe ist, oder die Teams Probleme bei der Verteidigung haben, steht offen, wahrscheinlich eine Kombination aus beidem. Cryptik demonstriert aber ihre Dominanz und bessere Kommunikation. Sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung spielen sie besser zusammen. Darüber hinaus zeigen sie auch schönes vertikales Spiel, das eiNs mehrfach zum Verhängnis wird. Erneut steht eiNs vor der Niederlage mit zwei Runden hinter Cryptik. Aber wie bereits bei den anderen beiden Maps holt sich eiNs diese Runden. Sie passen sich gut an ihre Gegner an. Die Tricks und Winkel mit denen sie zuvor erwischt wurden kontern sie anschließend. Cryptik packt alte Taktiken aus: Und zieht mit Montagne in den Kampf. Es hilft um die Roamer schnell zu vertreiben und zum Ende auch die Verteidiger lange genug zu bremsen, dass sie den Defuser nicht mehr rechtzeitig zerstören können. Die letzte mögliche Runde in diesem Match und beide Teams haben das Potential sie zu gewinnen. Der erste Frag viel mit nur noch elf Sekunden auf der Uhr. Mit einem schnellen Push und zwei Knife-Kills – der zweite in der letzten Sekunde – von OdeNMiso mit Ying, schafft es eiNs das Match für sich zu entscheiden. Auf allen drei Maps lagen sie anfangs weit zurück, holen sich aber ein Comeback.

eiNs vs Cryptik

3 : 5
6 : 5
6 : 5

Zwei Matches geschlagen, zwei weitere Folgen. Corvidae und New Life kämpfen um den Slot im morgigen Match gegen eiNs.

New Life geht als Underdog in den Kampf, aber eiNs hat bereits gezeigt, dass Underdogs trotzdem beißen können. Corvidae scheint jedoch zunächst in allen wichtigen Punkten überlegen: Aiming, Teamplay, vertikales Gameplay, Taktik. Aber eventuell muss new Life nur warm werden. Ab der dritten Runde haben sie in ihr Spiel gefunden. Es entwickelt sich zu einem sehr ausgeglichenem Match, in dem sich beide Teams einzelne Runden holen. Aber Corvidae schafft es mit einer interessanten Verteidigung in Amory auf Border, ihre Führung zu einem Mapsieg auszubauen mit 5 zu 3 Punkten.

Die zweite Map ist Clubhouse und new Life zeigt, dass sie sich nicht abhängen lassen wollen. Sie holen sich sehr sicher die erste Runde. In der Verteidigung wollen sie Corvidae kalt erwischen und wählen Cash Room als Spot. Selber haben sie aber die Taktik nicht ausreichend durchdacht, die Garage wird schnell verloren und von dort aus wird der Rest der Verteidigung ohne viele Probleme überrannt. In der Verteidigung nutzen diese – unüblich auf dieser Map – mehrfach einen Roamer. Auch Corvidae versucht jetzt die Verteidigung auf Cash Room – scheinbar erhofft man sich bessere Chancen als bei einem Bar-Stock-Defense. Und wieder versucht auch new Life den Cash-CCTV-Spot. Die Teams wollen scheinbar den klassischen Spot Bar und Stock Room nicht probieren. Tatsächlich schaffen sie es auch, diesen Spot zu verteidigen haben nun Mappoint mit 4 zu 2. Diesen Mappoint setzen sie auch erfolgreich um und verlängern das Match auf die dritte Map. Im Vergleich zum vorherigen Match, sind die Teams hier deutlich bessere Schützen. Es wird wesentlich weniger wild durch die Gegend gesprayt. Entweder ist es Prefire oder es ist on Point. Wenn man es aber mit Teams vergleicht, die mehr Erfahrung haben, werden sie es in direktem Zweikampf schwer haben.

Die dritte Map im dritten Match ist Consulate. Die Verteidigung wird hier von beiden Teams auch eher klassisch gespielt. Corvidae setzt mehrfach auf aggressive Aktionen – Run-Outs um wichtige Frags zu holen, oder einen Gegner einfach mal überrennen anstatt nur einen Winkel zu halten. Mit solchen Aktionen stören sie mehrfach den Aufbau von new Life, sichern sich einen Vorsprung und haben nun den Matchpoint. Sei zeigen auf dieser Map, dass sie gut zusammen arbeiten können, manövrieren die Gegner aus und holen sich auch die letzte Runde.

Damit steht ein Matchup für das morgige Halbfinale fest: Corvidae vs eiNs

Corvidae vs New Life

5 : 3
3 : 5
5 : 1

UniqueMonster gegen mantis FPS ist das letzte Match des Abends – oder hier besser gesagt: Des Vormittags. Der Gewinner wird gegen Mindfreak antreten und beweisen müssen, dass sie mit den Ash-Pushes klar kommen. Aber dafür muss erst dieses Match gewonnen werden.

UniqueMonster zeigt direkt ab Anfang schönes Gameplay. Koordiniert nehmen sie Gegner ins Kreuzfeuer, supporten sich gegenseitig und auch ihr Aim sollte nicht unterschätzt werden. Aber auch mantis liefert ein schönes Spiel. Der Aufbau und die Angriffe sind genereller Standard. Kleine Variationen gibt es hier und da, aber im großen und ganzen ist es das, was man bereits gewohnt ist. Beide Teams machen auch die üblichen Fehler, die man immer wieder sieht, wie zum Beispiel Blackbeard, der nicht an den Double-Windows im CEO hängt oder alle Angreifer, die einer nach dem anderen auf den Spot laufen – Moorhuhnschießen Level 1. Aber das sind Fehler, die wir sogar beim amtierenden Rainbow Six Siege Meister PENTA Sports sehen – unnötige Fehler, aber die allein machen ein Team nicht schlecht. Beide Teams bieten sich ein Kopf an Kopf Rennen bis die maximale Rundenzahl der Map erreicht ist – mit einem Sieg für uniqueMonster.

Auf Oregon ergreift mantis FPS die Initiative und holen sich die ersten Runden. Statt den beiden klassischen Spots – Basement und Dorms – beschließen sie als zweite Verteidigung Tower zu nehmen und schaffen es auch, den Spot zu verteidigen. In den Attacks bauen sich mantis an verschiedenen Seiten auf, um an mehreren Stellen Druck aufbauen zu können. UniqueMonster schafft es nicht sich gegen diese Angriffe aufzustellen oder die Verteidigung zu durchbrechen, sodass die Map 5:0 an mantis FPS geht.

Die letzte Map der Viertelfinale ist Border. Beide Teams haben heute bereits schönes Rainbow Six Siege Gameplay gezeigt. Aber auch auf der letzten Map zeigen beide Teams ihr Potential. Es gibt nicht viel besonderes hierbei zu erzählen. Die Aufbauten sind ziemlich Standard und die Runden werden größtenteils durch Winkel halten und Frags ziehen entschieden. Mantis zeigt aber besseres Teamplay, sie nehmen ihre Gegner besser in die Zange und gewinnen die one-on-one Firefights, was ihnen das Match und den Slot gegen Mindfreaks einbringt.

UniqueMonster vs mantis FPS

6 : 5
0 : 5
2 : 5

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